Invisible Vitality:
Sensortechnologie für Wellness und Gesundheit
MimoSense aus Darmstadt hat eine Folie entwickelt, mit der sich Gesundheitsdaten ohne viel Aufwand messen lassen. So sensibel wie menschliche Haut. Die Technologie macht Abläufe in der Pflege effizienter – und kann im Privaten klassische Wearables ergänzen.

Technologie für mehr Menschlichkeit in der Pflege
Gesellschaftliche Entwicklungen spielen für die Arbeit von Romol Chadda und Omar Ben Dali eine zentrale Rolle. Mit der Gründung von MimoSense wollen sie unter anderem der zunehmenden Überalterung und dem wachsenden Fachkräftemangel in der Pflege begegnen. Ihr Ziel: Pflege wieder menschlicher machen und Raum und Zeit schaffen für echte Versorgung, jenseits von Routinen. „Der Bedarf an smarten Lösungen, die Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung ermöglichen, wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen“, ist Chadda überzeugt.
An diesem Punkt setzt ihre Technologie an. Entstanden ist sie ursprünglich an der TU Darmstadt, wo sich Chadda und Ben Dali mit neuartigen Sensormaterialien und hochsensitiver Kraftsensorik beschäftigten. Sie wollten herausfinden, wie sich selbst kleinste mechanische Veränderungen präzise und in Echtzeit erfassen lassen.

Von der Grundlagenforschung zur Anwendung
Schnell merkten die beiden Forscher, dass sich ihre feinen Messungen nicht nur technisch nutzen lassen, sondern auch am menschlichen Körper. Die Sensoren reagierten so sensibel auf Druck und Vibrationen, dass sie selbst minimale Signale wie Herzschlag, Atmung oder Bewegungen erfassen konnten – kontaktlos und sogar durch Gegenstände wie eine Matratze hindurch. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit Erfahrungen im eigenen Umfeld und mit Blick auf den wachsenden Pflegenotstand wuchs die Idee, die Technologie für Gesundheitsanwendungen weiterzuentwickeln.
Das war der Startschuss für MimoSense als Verbindung aus Grundlagenforschung und konkreter Anwendung.
Mittlerweile positioniert sich das Start-up als Partner für die häusliche Pflege. Aber auch Segmente wie Automobilbranche oder Möbelhersteller profitieren von dem Sensor-Pad, in dem MimoSense die innovative Sensortechnologie in einer Art dünnem Kissen integriert.

Gesundheitsdaten mit KI kuratieren
Der Anspruch war von Anfang an groß: das Tracken von Gesundheitsdaten so nahtlos wie möglich in den Alltag zu integrieren. Die Folie, auf der die MimoSense-Technologie basiert, ist 0,3 Millimeter dünn und so flexibel wie menschliche Haut. Sie besteht aus einem dünnen, flexiblen Materialverbund, der gleichzeitig Druck und feinste Vibrationen erfassen kann. Integrieren lässt sich die Sensorfolie in Pflegebetten und Matratzen, aber auch in Möbel oder Kleidung. In Kombination mit KI-Assistenten werden diese zu intelligenten Systemen für mehr Sicherheit und Gesundheit, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer aktiv etwas dafür tun müssen.


Mehr Menschlichkeit durch Technologie
Im Pflegealltag kann dies den entscheidenden Unterschied machen. Denn trotz zunehmender Digitalisierung und Automatisierung verbringen Fachkräfte hier noch immer viel Zeit mit routinemäßigen Kontrollen. Sie prüfen, ob jemand sich im Bett bewegt oder stabil atmet. „KI und Automatisierung können Pflege menschlicher machen. Eine smarte Einbindung unserer Sensortechnologie entlastet Personal und es bleibt mehr Zeit für die direkte Betreuung", so Ben Dali. In ersten Pilotprojekten konnten durch den Einsatz von MimoSense mehrere Kontrollgänge pro Nacht reduziert werden.
Ihre Vision:
Die MimoSense-Technologie auch bei der Wellness- und Longevity-Community ins Spiel bringen – einem Markt, in dem derzeit massiv investiert wird.
Dr.-Ing. Romol Chadda, CEO und Co-Gründer
Future Health: Technologie macht Gesundheitsvorsorge menschlicher
Vorteile der Technologie
Die Sensortechnologie von MimoSense unterstützt ein effizienteres Gesundheitssystem, indem sie Prävention stärkt, Pflegekräfte entlastet und Gesundheitsdaten kontinuierlich im Hintergrund erfasst. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, Ressourcen effizienter einzusetzen, Emissionen zu reduzieren und die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Vorteil /
Kosteneffizienz
Die Finanzierungslücke im deutschen Gesundheitssystem wächst. Bis 2027 könnte sie bei 15 Milliarden Euro liegen. Die Verlagerung hin zu mehr Prävention und der Früherkennung von Krankheiten ist dabei ein wichtiger Teil der Lösung. Da die Sensoren von MimoSense unauffällig und kontinuierlich im Hintergrund arbeiten statt punktuell, unterstützen sie die präventive Überwachung von Patientinnen und Patienten – und senken so langfristig Kosten. Darüber hinaus lassen sich durch die Technologie Routineaufgaben automatisieren. Die Effizienz in Krankenhäusern und in der häuslichen Pflege steigt.

Vorteil /
Ökologische Nachhaltigkeit
Durch das kontinuierliche und präventive Tracking von Gesundheitsdaten lassen sich in der ambulanten Pflege Fahrten zu den Patientinnen und Patienten und damit CO₂ reduzieren. Die Technologie kann in bereits vorhandene Alltagsgegenstände integriert werden, was zusätzlich die Emissionen in der Gesamtproduktion senkt.

Vorteil /
Sozialer Impact
Die Technologie von MimoSense verbessert die Versorgungsqualität pflegebedürftiger Menschen. Darüber hinaus hilft sie Personen, die sich präventiv um Gesundheit und Wohlbefinden kümmern wollen. Insgesamt senkt die Technologie die Einstiegshürde im Umgang mit Gesundheitsdaten und hat damit einen hohen sozialen Nutzen.
Vitaldaten-Monitoring weitergedacht
So funktionieren die Sensoren
Step by Step:
Meilensteine und Visionen
Die Grundsteine für ihre Vision von einer Technologie, die Gesundheitsprävention einfacher und Wellnessanwendungen umfassender macht, legten Romol Chadda und Omar Ben Dali bereits im Studium. Innerhalb von drei Jahren führten sie ihre Idee zur Marktreife.
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Die Grundlagen
Die Grundsteine für ihr Start-up legten Romol Chadda und Omar Ben Dali mit ihren Promotionen zu strukturintegrierten Kraftsensoren und zu flexiblen Energiewandlern. Aus dieser Kombination entstand die Idee einer „elektronischen Haut“, die Druck und Vibration gleichermaßen messen kann. Ihre Doktorarbeiten verteidigten die beiden 2023, zu dieser Zeit hatten sie bereits erste Proof-of-Principle-Ergebnisse erzielt. Etwa ein Jahr später folgte ein funktionaler Proof Concept.
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Pilotprojekte und Kooperationen
Mit dem Proof of Concept kamen 2024 die ersten Pilotprojekte und Kooperationen. Zunächst testete MimoSense die Technologie gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen, etwa für Bettbelegungs- und Bewegungsmonitorings. Parallel entwickelte das Start-up sogenannte Sensorpads, die sich in Betten, Sitzflächen oder andere Möbel integrieren lassen. Inzwischen beliefert das Unternehmen die Automobilindustrie und arbeitet mit einem Pflegebettenhersteller zusammen.
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Nationale und internationale Anerkennung
2025 gewannen Chadda und Ben Dali mit ihrer Technologie den Hessischen Gründerpreis. Außerdem wurde MimoSense in die Liste der Top 100 Prototypes for Humanity weltweit aufgenommen. Im April 2026 rangierten die MimoSense-Macher in den Top 10 Teams des Deutschen Gründerpreises.
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Marktlaunch
Der strukturierte Marktlaunch der MimoSense-Technologie ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Den Start macht ein System für eine automatische Bettbelegung zur Sturzprävention im Pflegebereich. Weitere Funktionen, insbesondere im Bereich der Vitalparameter, werden anschließend freigeschaltet, da hierfür zusätzliche regulatorische Anforderungen erfüllt werden müssen.
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Vision
Ziel ist es, MimoSense auch im privaten Wellnessbereich auszurollen, zum Beispiel durch die Integration der Sensorik in Matratzen. MimoSense soll eine Plattform für integriertes Gesundheitsmonitoring werden, bei der Sensorik nicht mehr als separates Gerät wahrgenommen wird, sondern unsichtbar in die Umgebung eingebettet ist.

Innovation fördern
Beim Aufbau von MimoSense spielte der exist Forschungstransfer durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine zentrale Rolle. Er ermöglichte die Brücke hin zur konkreten Anwendung. Seit April 2026 wird das Unternehmen über Phase 2 des Programms bis 2027 teilfinanziert.Suchen auch Sie nach einer finanziellen Unterstützung für Ihre Innovation?
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64283 Darmstadt
info@mimosense.com
www.mimosense.com
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