Intro
Mimosense Story

Invisible Vitality:
Sensor­­technologie für Wellness und Gesundheit

MimoSense aus Darmstadt hat eine Folie entwickelt, mit der sich Gesund­heits­daten ohne viel Aufwand messen lassen. So sensibel wie menschliche Haut. Die Techno­logie macht Abläufe in der Pflege effizienter – und kann im Privaten klassische Wearables ergänzen.

Vision der Gründer
500.000
Pflegekräfte werden laut dem Pflegerat der Bertelsmann Stiftung bis zum Jahr 2030 in Deutschland fehlen.

Technologie für mehr Menschlichkeit in der Pflege

Gesellschaftliche Entwicklungen spielen für die Arbeit von Romol Chadda und Omar Ben Dali eine zentrale Rolle. Mit der Gründung von MimoSense wollen sie unter anderem der zunehmenden Über­alterung und dem wachsenden Fach­kräfte­mangel in der Pflege begegnen. Ihr Ziel: Pflege wieder menschlicher machen und Raum und Zeit schaffen für echte Versorgung, jenseits von Routinen. „Der Bedarf an smarten Lösungen, die Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung ermöglichen, wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen“, ist Chadda überzeugt.

An diesem Punkt setzt ihre Technologie an. Entstanden ist sie ursprünglich an der TU Darmstadt, wo sich Chadda und Ben Dali mit neuartigen Sensormaterialien und hochsensitiver Kraftsensorik beschäftigten. Sie wollten herausfinden, wie sich selbst kleinste mechanische Veränderungen präzise und in Echtzeit erfassen lassen.

MimoSense Story Sensoren

Von der Grundlagenforschung zur Anwendung

Schnell merkten die beiden Forscher, dass sich ihre feinen Messungen nicht nur technisch nutzen lassen, sondern auch am menschlichen Körper. Die Sensoren reagierten so sensibel auf Druck und Vibrationen, dass sie selbst minimale Signale wie Herzschlag, Atmung oder Bewegungen erfassen konnten – kontaktlos und sogar durch Gegenstände wie eine Matratze hindurch. Nicht zuletzt im Zusammenhang mit Erfahrungen im eigenen Umfeld und mit Blick auf den wachsenden Pflegenotstand wuchs die Idee, die Technologie für Gesundheitsanwendungen weiterzuentwickeln.

Das war der Startschuss für MimoSense als Verbindung aus Grundlagenforschung und konkreter Anwendung.

Mittlerweile positioniert sich das Start-up als Partner für die häusliche Pflege. Aber auch Segmente wie Automobilbranche oder Möbelhersteller profitieren von dem Sensor-Pad, in dem MimoSense die innovative Sensortechnologie in einer Art dünnem Kissen integriert. 

6.000.000
Menschen in Deutschland lebten 2022 mit einer diagnostizierten Schlafstörung, Tendenz steigend — damit wächst der Bedarf an kontaktloser Vitaldatenmessung.

Gesundheitsdaten mit KI kuratieren

Der Anspruch war von Anfang an groß: das Tracken von Gesundheitsdaten so nahtlos wie möglich in den Alltag zu integrieren. Die Folie, auf der die MimoSense-Technologie basiert, ist 0,3 Millimeter dünn und so flexibel wie menschliche Haut. Sie besteht aus einem dünnen, flexiblen Material­verbund, der gleichzeitig Druck und feinste Vibrationen erfassen kann. Integrieren lässt sich die Sensorfolie in Pflegebetten und Matratzen, aber auch in Möbel oder Kleidung. In Kombination mit KI-Assistenten werden diese zu intelligenten Systemen für mehr Sicherheit und Gesundheit, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer aktiv etwas dafür tun müssen. 

»Der Bedarf an smarten Lösungen, die Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig eine hochwertige Versorgung ermöglichen, wird in den kommenden Jahren weiter stark steigen.«

Romol Chadda
Gründer MimoSense GmbH

Mehr Menschlichkeit durch Technologie

Im Pflegealltag kann dies den entscheidenden Unterschied machen. Denn trotz zunehmender Digitalisierung und Automatisierung verbringen Fachkräfte hier noch immer viel Zeit mit routinemäßigen Kontrollen. Sie prüfen, ob jemand sich im Bett bewegt oder stabil atmet. „KI und Automatisierung können Pflege menschlicher machen. Eine smarte Einbindung unserer Sensortechnologie entlastet Personal und es bleibt mehr Zeit für die direkte Betreuung", so Ben Dali. In ersten Pilotprojekten konnten durch den Einsatz von MimoSense mehrere Kontrollgänge pro Nacht reduziert werden.

Ihre Vision:

Die MimoSense-Technologie auch bei der Wellness- und Longevity-Community ins Spiel bringen – einem Markt, in dem derzeit massiv investiert wird.  

Dr.-Ing. Romol Chadda, CEO und Co-Gründer
Future Health: Technologie macht Gesundheitsvorsorge menschlicher

Vorteile der Technologie

Vorteile der Technologie

Die Sensortechnologie von MimoSense unterstützt ein effizienteres Gesund­heits­system, indem sie Prävention stärkt, Pflege­kräfte entlastet und Gesund­heits­daten konti­nuierlich im Hinter­grund erfasst. Gleich­zeitig trägt sie dazu bei, Ressourcen effizienter einzu­setzen, Emissionen zu reduzieren und die Ver­sorgungs­qualität für Patientinnen und Patienten zu verbessern. 

MimoSense Vorteil Kosteneffizienz

Vorteil / 
Kosteneffizienz

Die Finanzierungslücke im deutschen Gesundheitssystem wächst. Bis 2027 könnte sie bei 15 Milliarden Euro liegen. Die Verlagerung hin zu mehr Prävention und der Früherkennung von Krankheiten ist dabei ein wichtiger Teil der Lösung. Da die Sensoren von MimoSense unauffällig und kontinuierlich im Hintergrund arbeiten statt punktuell, unterstützen sie die präventive Überwachung von Patientinnen und Patienten – und senken so langfristig Kosten. Darüber hinaus lassen sich durch die Technologie Routineaufgaben automatisieren. Die Effizienz in Krankenhäusern und in der häuslichen Pflege steigt.

MimoSense Vorteil Nachhaltigkeit

Vorteil / 
Ökologische Nachhaltigkeit

Durch das kontinuierliche und präventive Tracking von Gesundheitsdaten lassen sich in der ambulanten Pflege Fahrten zu den Patientinnen und Patienten und damit CO₂ reduzieren. Die Technologie kann in bereits vorhandene Alltagsgegenstände integriert werden, was zusätzlich die Emissionen in der Gesamtproduktion senkt.

MimoSense Vorteil Sozialer Impact

Vorteil / 
Sozialer Impact

Die Technologie von MimoSense verbessert die Versorgungsqualität pflegebedürftiger Menschen. Darüber hinaus hilft sie Personen, die sich präventiv um Gesundheit und Wohlbefinden kümmern wollen. Insgesamt senkt die Technologie die Einstiegshürde im Umgang mit Gesundheitsdaten und hat damit einen hohen sozialen Nutzen.

Die Technologie von MimoSense kommt auf einer dünnen Folie zum Einsatz. Signale werden per Software auf einen Monitor übertragen.
Die Messung kombiniert Druck- und Vibrationssignale. So ahmt sie die Eigenschaften menschlicher Haut nach.
Zugeschnitten in kompaktem Format kann die Sensorik-Folie in Kissen, Matratzen oder Möbel integriert werden.
In der Klimakammer wird die Sensorik-Folie unter verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen getestet, um ihre Alterung und Lebensdauer zu untersuchen.
Kennen sich aus dem Studium: die beiden MimoSense-Gründer Omar Ben Dali und Romol Chadda (von links).
So funktioniert die Technologie

Vitaldaten-Monitoring weitergedacht
So funktionieren die Sensoren

1. 
Signale sensibel messen

Die Technologie von MimoSense arbeitet mit hochsensiblen Kraftsensoren, die unter der Matratze oder in Sitzflächen integriert werden. Diese reagieren auf kleinste Druck­veränderungen und Vibrationen, die durch den menschlichen Körper entstehen. Signale wie Herzschlag, Atmung oder Bewegungen im Schlaf können dadurch kontaktlos erfasst werden – ohne dass der Anwenderinnen und Anwender eine Smartwatch, Elektroden oder andere Wearables am Körper tragen müssen.

2.
Vitaldaten kuratieren

Die aufgenommenen Druck- und Vibrationssignale werden von einer Elektronikeinheit verarbeitet und digitalisiert. Dort trennt die Signalverarbeitung verschiedene Muster voneinander: Herzschlag, Atembewegungen oder größere Körperbewegungen werden einzeln erkannt und in konkrete Vitalparameter übersetzt. Anschließend werden die Daten per Bluetooth oder WLAN an eine Software übertragen.

3.
Muster und Auffälligkeiten erkennen

Aktuell arbeitet MimoSense noch mit konventioneller digitaler Signalverarbeitung: Ein Computerprogramm erkennt Veränderungen und wiederkehrende Muster. So lassen sich etwa Schlafqualität, Bewegungsprofile oder Auffälligkeiten bei Puls und Atmung auswerten. Langfristig soll eine KI dabei helfen, Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und Nutzerinnen und Nutzern konkrete Hinweise für Schlaf, Regeneration oder Pflege zu geben.

4.
Use Cases definieren

Die Sensorik kann im Grunde überall integriert werden: In Pflegebetten, Fahrzeugsitzen oder im Mobiliar von Luxushotels. Langfristig könnten auch Endverbraucherinnen und -verbraucher die Technologie in Form des MimoSense-Pads nutzen – immer mit der Idee einer intelligenten Matratze, die Gesundheitsdaten verlässlich und automatisch erfasst, ohne dabei in den Alltag einzugreifen.

Meilensteine und Visionen

Step by Step:
Meilensteine und Visionen

Die Grundsteine für ihre Vision von einer Technologie, die Gesundheits­prävention einfacher und Wellness­anwendungen umfassender macht, legten Romol Chadda und Omar Ben Dali bereits im Studium. Innerhalb von drei Jahren führten sie ihre Idee zur Marktreife.

  • Die Grundlagen

    Die Grundsteine für ihr Start-up legten Romol Chadda und Omar Ben Dali mit ihren Promotionen zu struktur­integrierten Kraftsensoren und zu flexiblen Energiewandlern. Aus dieser Kombination entstand die Idee einer „elektronischen Haut“, die Druck und Vibration gleichermaßen messen kann. Ihre Doktor­arbeiten verteidigten die beiden 2023, zu dieser Zeit hatten sie bereits erste Proof-of-Principle-Ergebnisse erzielt. Etwa ein Jahr später folgte ein funktionaler Proof Concept. 

  • Pilotprojekte und Kooperationen

    Mit dem Proof of Concept kamen 2024 die ersten Pilotprojekte und Kooperationen. Zunächst testete MimoSense die Technologie gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen, etwa für Bettbelegungs- und Bewegungs­monitorings. Parallel entwickelte das Start-up sogenannte Sensorpads, die sich in Betten, Sitzflächen oder andere Möbel integrieren lassen. Inzwischen beliefert das Unternehmen die Automobil­industrie und arbeitet mit einem Pflegebetten­hersteller zusammen.

  • Nationale und internationale Anerkennung

    2025 gewannen Chadda und Ben Dali mit ihrer Technologie den Hessischen Gründer­preis. Außerdem wurde MimoSense in die Liste der Top 100 Prototypes for Humanity weltweit aufgenommen. Im April 2026 rangierten die MimoSense-Macher in den Top 10 Teams des Deutschen Gründer­preises.

  • Marktlaunch

    Der strukturierte Marktlaunch der MimoSense-Technologie ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Den Start macht ein System für eine automatische Bettbelegung zur Sturzprävention im Pflegebereich. Weitere Funktionen, insbesondere im Bereich der Vitalparameter, werden anschließend freigeschaltet, da hierfür zusätzliche regulatorische Anforderungen erfüllt werden müssen.

  • Vision

    Ziel ist es, MimoSense auch im privaten Wellnessbereich auszurollen, zum Beispiel durch die Integration der Sensorik in Matratzen. MimoSense soll eine Plattform für integriertes Gesundheits­monitoring werden, bei der Sensorik nicht mehr als separates Gerät wahrgenommen wird, sondern unsichtbar in die Umgebung eingebettet ist. 

»KI und Automatisierung können Pflege menschlicher machen. Eine smarte Einbindung unserer Sensor­­technologie entlastet das Personal und es bleibt mehr Zeit für die direkte Betreuung.«

Omar Ben Dali
Gründer MimoSense GmbH
Förderung

Innovation fördern

Beim Aufbau von MimoSense spielte der exist Forschungstransfer durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine zentrale Rolle. Er ermöglichte die Brücke hin zur konkreten Anwendung. Seit April 2026 wird das Unternehmen über Phase 2 des Programms bis 2027 teilfinanziert. 

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MimoSense GmbH
Merckstraße 25
64283 Darmstadt
+49 6151 162 38 82
info@mimosense.com
www.mimosense.com
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  • F&E-Meister in Hessen
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  • Personalisierte Medizin in Hessen
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